{"id":962,"date":"2012-05-05T12:44:13","date_gmt":"2012-05-05T11:44:13","guid":{"rendered":"http:\/\/funk24.org\/wordpress\/?p=962"},"modified":"2013-09-07T06:45:32","modified_gmt":"2013-09-07T05:45:32","slug":"mittelfrankischer-kinderrundspruch-vom-05-05-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/funk24.org\/wordpress\/?p=962","title":{"rendered":"Mittelfr\u00e4nkischer Kinderrundspruch vom 05.05.2012"},"content":{"rendered":"<pre>      *           Deutscher Amateur Radio Club e.V.\r\n==== * * =================================================\r\n    * D *         Mittelfr\u00e4nkischer Kinderrundspruch vom 05.05.2012\r\n   *     *\r\n  * A   R *       Hier h\u00f6rt ihr aktuelle Informationen aus der Welt\r\n   *     *        des Amateurfunkdienstes f\u00fcr Kinder und Jugendliche.\r\n    * C *         2012\/05:  Buchstabe D \"Was sind Digimodes?\"\r\n==== * * =================================================\r\n      *\r\n\r\nEs ist 11:30 MEZ, 09:30 UTC und hier sind DN5NDH und DN1NBG mit der\r\nAussendung des Mittelfr\u00e4nkischen Kinderrundspruches f\u00fcr den Mai 2012.\r\n\r\nUnsere Namen sind Marius, DE1MAF und Leon.\r\nWir sind 13 Jahre alt und senden von der Klubstation DK0SC des\r\nOrtsverbandes Schwabach-Roth (B13).\r\n\r\nWir \u00fcbertragen den Rundspruch jeweils am ersten Samstag im Monat\r\n\u00fcber die Relaisfunkstellen:\r\n\r\n  DM0SC in Schwabach auf 438.9875 MHz, Echolink 548863\r\n\r\n  und\r\n\r\n  DM0TMH in Trautmannshofen auf 438.7125 MHz, Echolink 7011.\r\n\r\nWer uns auch sehen will, kann uns bei freier Frequenz auf dem\r\nATV-Relais DB0SCS empfangen, hier wird kein Audiosignal \u00fcbertragen.\r\n\r\nHeute ist der Buchstabe D dran. D wie digitale Modulationsarten oder auf\r\nenglisch digital modes, kurz DigiModes.\r\n\r\nNachdem wir Euch ja beim letzten Mal etwas \u00fcber die steinalte aber immer noch\r\ntopaktuelle Betriebsart CW oder auch Morsen genannt erz\u00e4hlt haben, gibt\u2019s\r\ndieses Mal was \u00fcber die moderneren sprachlosen Betriebsarten. Eines haben\r\ndiese Betriebsarten gemeinsam und unterscheidet sie auch von CW:\r\n\r\nSie sind zwar allesamt sprachlos, aber keinesfalls tonlos. Wir wissen ja,\r\ndass \u00fcber Funk Sprache \u00fcbertragen werden kann und wir haben erfahren, wie\r\nman Informationen nur durch das Ein- und Ausschalten eines Senders \u00fcbertragen\r\nkann. Dieses mal erz\u00e4hlen wir, wie man mit zwei oder mehreren T\u00f6nen Schrift\r\nund sogar Bilder digital \u00fcbertragen kann.\r\n\r\nEine relativ alte Variante ist das Fernschreiben. Das Funkfernschreiben ist\r\nwie auch das Morsen aus der drahtgebundenen Variante heraus entwickelt worden.\r\nBei der Drahtvariante werden digitale Einsen und Nullen hier Mark und Space\r\ngenannt durch Strom-Ein und Strom-Aus dargestellt.\r\n\r\nNun k\u00f6nnte man meinen, das geht dann wie beim CW: Sender-Ein, Sender-Aus.\r\nAber ne, ne hier reicht das nicht. Das w\u00e4re durch die h\u00f6here Geschwindigkeit\r\nbei der \u00dcbertragung zu fehleranf\u00e4llig. Jedes Knacken auf dem \u00dcbertragungs-\r\nweg k\u00f6nnte da fehlerhafte Zeichen beim Empf\u00e4nger erzeugen. Hier braucht man\r\nsicher erkennbare Einsen und Nullen und die werden durch zwei festgelegte\r\nTonh\u00f6hen von 1245 und 1475 Herz dargestellt.\r\n\r\nDiese T\u00f6ne werden dann mit der Funkwelle \u00fcbertragen und diese Art des\r\nTonwechsels nennt man frequency shift keying, kurz FSK oder in deutsch\r\neinfach Freqenzumtastung. Die Zeichen bestehen aus f\u00fcnf Bits und beginnen\r\nmit einem Startbit und enden je mit eineinhalb Stopbits. Jedes der Zeichen-\r\nbits kann eine Null oder eine Eins sein, nur Start- und Stopbit sind immer\r\ngleich.\r\n\r\nDie Geschwindigkeit wird bei der digitalen Daten\u00fcbertragung mit Baud bezeich-\r\nnet und sagt aus, wieviele Bits in der Sekunde \u00fcbertragen werden. Beim Ama-\r\nteurfunkfernschreiben auch Radio-Teletype oder kurz RTTY genannt wird meist\r\nmit 45,45 Baud gearbeitet, was zirka 7 Zeichen pro Sekunde zul\u00e4sst. Der gr\u00f6\u00dfte\r\nNachteil ist, dass es dabei keine R\u00fcckmeldung vom Empf\u00e4nger gibt, ob alles\r\nrichtig empfangen wurde und oft, je nach St\u00f6rungen, viel Kauderwelsch ankommt.\r\n\r\nWesentlich besser ist da schon das Packet-Radio. Der Name sagt uns ja schon,\r\ndass hier P\u00e4ckchen verschickt werden. Um etwas genauer zu sein Datenpakete,\r\nalso mehrere Zeichen, Ziffern, Buchstaben, die zusammengepackt und mit einer\r\nsogenannten Pr\u00fcfziffer versehen werden und so rechnerisch vom Empf\u00e4nger auf\r\neine fehlerfreie \u00dcbertragung \u00fcberpr\u00fcft werden kann. Sollte beim Empf\u00e4nger ein\r\n\u00dcbertragungsfehler festgestellt werden, fordert das Programm selbstst\u00e4ndig das\r\nfehlerhafte Paket nochmal an. Das ganze wurde haupts\u00e4chlich mit 1200 Baud\r\nbetrieben, was etwa 120 Zeichen pro Sekunde zulie\u00df. Nat\u00fcrlich werden auch\r\nhier die Nullen und Einsen mit zwei verschiedenen T\u00f6nen \u00fcbertragen.\r\n\r\nPacket-Radio ist eine Daten\u00fcbertragung die auf UKW und h\u00f6heren Frequenzen\r\nbetrieben wird. Ein \u00e4hnliches Verfahren gibt es auch auf der kurzen Welle.\r\nHier ist es Amtor und wird aufgrund der st\u00f6rungstechnisch gr\u00f6\u00dferen Probleme\r\nauch paketweise, aber nur mit 100 Baud, also etwa 11 Buchstaben pro Sekunde,\r\nbetrieben. Aber auch hier gibt es, wie bei Packet-Radio, eine automatische\r\nFehler\u00fcberpr\u00fcfung und Wiederanforderung im Fehlerfall.\r\n\r\nNun zum digitalen Bilderversand: Die gebr\u00e4uchlichsten sind hier FAX als\r\nschwarz-wei\u00df Variante und SSTV, Slow Scan Television f\u00fcr Farbbilder. Es ist\r\nschwierig, wir versuchen aber trotzdem mal, es nur mit Worten zu erkl\u00e4ren.\r\n\r\nWie immer beim Digitalen, gibt es beim Fax Einsen und Nullen, die mit ver-\r\nschiedenen T\u00f6nen \u00fcbertragen werden. Es gibt es einen Ton f\u00fcr wei\u00df und einen\r\nf\u00fcr schwarz, wobei bei der Wiedergabe keine wei\u00dfe Farbe verwendet wird, son-\r\ndern bei wei\u00df einfach keine schwarze Farbe aufs Papier kommt. Nat\u00fcrlich wird\r\nheutzutage kein umgebautes B\u00fcrofaxger\u00e4t mehr verwendet, sondern wir machen\r\ndas wie mittlerweilen bei allen digitalen Betriebsarten mit dem Computer.\r\nHier wird das Bild pixelzeilenweise in einer genau einzuhaltenden Geschwin-\r\ndigkeit Pixel f\u00fcr Pixel abgetastet. F\u00fcr einen schwarzen Pixel wird eine\r\nund f\u00fcr einen wei\u00dfen Pixel eine andere Tonh\u00f6he gesendet. Der Bildrand ist\r\nin einer bestimmten Breite komplett schwarz, um dem Empf\u00e4nger den jeweiligen\r\nZeilenanfang anzudeuten. Eine weitere oder automatische Korrektur gibt es\r\nnicht, daher ist die Abtast- und Empfangszeilengeschwindigkeit ganz wichtig.\r\n\r\nBeim SSTV ist eine Standbild\u00fcbertragung in Farbe m\u00f6glich. Hier wird\u2019s aber\r\nfast schon wieder analog unsere Daten\u00fcbertragung. Digital ist hier nur der\r\nverwendete Computer. Auch hier wird das Bild zeitgenau zeilenweise abgetastet.\r\nJede Pixelzeile allerdings, je nach Modus, bis zu dreimal. F\u00fcr jede Grund-\r\nfarbe rot, gr\u00fcn und blau gibt es einen Abtastvorgang mit jeweils variabler\r\nTonh\u00f6he zwischen 1500 Herz und 2300 Herz, je nach Helligkeit. Beim Empf\u00e4nger\r\nwird das Bild dann auch wieder zeilenweise aufgebaut. Ein Farbbild in einem\r\ngebr\u00e4uchlichen Modus, hier MARTIN-1, braucht 114 Sekunden zur \u00dcbertragung.\r\n\r\nEine weitere Sondervariante der digitalen Betriebsarten nimmt das Hellschrei-\r\nben ein. Hier wird der Text nicht als einzelne Buchstaben \u00fcbertragen, sondern\r\ndas komplette Blatt. Der Text darauf wird eher als Bild \u00fcbertragen, dem Fax\r\nnicht un\u00e4hnlich. Der so genannte Hellschreiber, eigentlich Typenbildfeldfern-\r\nschreiber genannt, wurde von Rudolf Hell erfunden und Mitte des 20. Jahrhun-\r\nderts auf besonders st\u00f6ranf\u00e4lligen \u00dcbertragungswege eingesetzt. Das Prinzip\r\nwurde 1929 patentiert und f\u00fcr die \u00dcbermittlung \u00fcber Landleitungen und \u00fcber\r\nFunk eingesetzt. Kommerziell verwendet wurde dieses Verfahren bis etwa 1980\r\nnoch f\u00fcr die \u00dcbertragung von Pressefunknachrichten. Heute verwenden eigent-\r\nlich nur noch wir Funkamateure diese \u00dcbertragungsart.\r\n\r\nDas war der Rundspruch vom Mai 2012.\r\nText von DK5NAD und DC9JVN, redaktionelle Bearbeitung durch DH1NEK.\r\n\r\nUnsere E-Mailadresse lautet: <a href=\"mailto:kinderrundspruch@dk0sc.de\">kinderrundspruch@dk0sc.de<\/a>\r\n\r\nDer n\u00e4chste mittelfr\u00e4nkische Kinderrundspruch wird am Samstag, 02. Juni 2012\r\nab 11:30 Uhr gesendet und behandelt mit dem Buchstaben E die Frage:\r\n\"Was ist Echolink?\".\r\n\r\nJetzt sind wir gespannt, wer uns alles geh\u00f6rt hat!\r\nDN5NDH und DN1NBG gehen nach einer kleinen Umschaltpause auf Empfang.<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>* Deutscher Amateur Radio Club e.V. ==== * * ================================================= * D * Mittelfr\u00e4nkischer Kinderrundspruch vom 05.05.2012 * * * A R * Hier h\u00f6rt ihr aktuelle Informationen aus der Welt * * des Amateurfunkdienstes f\u00fcr Kinder und Jugendliche. * <span class=\"excerpt-dots\">&hellip;<\/span> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/funk24.org\/wordpress\/?p=962\"><span class=\"more-msg\">Weiterlesen &rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[5,6,69],"class_list":["post-962","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-18-mfr-kinderrundspruch","tag-amateurfunk","tag-funkamateur","tag-kinderundspruch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/funk24.org\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/962","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/funk24.org\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/funk24.org\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/funk24.org\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/funk24.org\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=962"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/funk24.org\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/962\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/funk24.org\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=962"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/funk24.org\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=962"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/funk24.org\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=962"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}